Presseartikel 2019

Tennisclub Obernhain kooperiert mit TC Neu-Anspach

Von red

Erschienen am 24.05.2019 um 23:00 Uhr

Die fetten Tennisjahre sind vorbei: Um den Fortbestand des Spielbetriebs zu sichern, ist der TC Obernhain mit dem TC Neu-Anspach eine Spielgemeinschaft eingegangen. Mit Erfolg, wie der TCO-Vorsitzende Jens Michael Otte im Gespräch mit dem UA berichtet.

2014 konnte der Tennisclub Obernhain (TCO) den traditionellen und heiß begehrten Taunus-Triple-Trophy-Wanderpokal, der alljährlich zwischen den Tennisclubs Usingen, Neu-Anspach und Obernhain ausgespielt wird, mit zwei Punkten für sich entscheiden. Heute besteht eine Spielgemeinschaft mit dem einstigen Mitbewerber Neu-Anspach. Foto: UA-Archiv

OBERNHAIN - Trotz der Erfolge von Angelique Kerber und Alexander Zverev - der Tennis-Boom in Deutschland ist vorbei. Auch dem TC Obernhain laufen die Spieler nicht mehr in Scharen zu. Um weiter einen umfassenden Spielbetrieb aufrechterhalten zu können, setzt der TCO nun auf weitere Spielgemeinschaften mit dem TC Neu-Anspach. Ein Ansatz, der in anderen Sportarten allzu oft an zu großer Lokalrivalität scheitert. Bei den Tennisspielern gibt es keine Berührungsängste.

 

"Im Nachwuchsbereich haben wir bereits seit drei Jahren eine Spielgemeinschaft mit den Neu-Anspachern", sagt Jens Michael Otte, der Vorsitzende des TCO, der selbst in der Bezirksoberliga-Mannschaft den Schläger schwingt. Im Laufe der Jahre seien die Obernhainer immer näher an die Neu-Anspacher "herangerobbt". Damir Bulic war sowohl in Neu-Anspach als auch in Obernhain Jugendtrainer, die Nachwuchsspieler trainierten alle in der Obernhainer Halle. "So hat sich die Spielgemeinschaft schließlich ergeben", erzählt Otte. Große Vorbehalte habe es im Verein nicht gegeben.

 

Ein Selbstläufer sei es aber immer noch nicht, junge Menschen fürs Tennisspielen zu begeistern. "Die Kinder haben einfach viel mehr Möglichkeiten als früher", weiß der Obernhainer. Um für möglichst viele attraktiv zu sein, fährt der TCO eine Art "Doppelstrategie". "Klar sind wir in erster Linie ein Dorfverein, aber wir verzichten dennoch nicht komplett auf einen gewissen Leistungsanspruch. Man kann das eine tun, ohne das andere zu vernachlässigen", skizziert der TCO-Vorsitzende die Strategie.

 

Mit Bulic und Radek Abramczyk gibt es zwei versierte Nachwuchstrainer im Verein. 10000 Euro investiert der TCO insgesamt pro Jahr für den Nachwuchs, 8000 Euro für die Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnehmen, 2000 Euro für die Belange der Anfänger. Für Kinder von drei bis sechs Jahren hat der Obernhainer Tennisverein außerdem eine Ballschule ins Leben gerufen. Hier wird den Kindern ein erstes Ballgefühl vermittelt, ohne dass der Tennissport schon im Vordergrund steht. "15 bis 20 Kinder kommen pro Jahr neu dazu", berichtet Otte, "aber viele verliert man auch wieder". Die Verlockung, sich lieber in anderen Sportarten zu versuchen, bleibe bestehen. "Und einen zweiten Aderlass gibt es, wenn das Studium ansteht."

 

"Zwischen 18 und 30 Jahren bestehen tatsächlich die größten personellen Lücken", bestätigt auch Sportwartin Kerstin Laube, die bei den Damen 40 in der Verbandsliga spielt - eine ziemlich hohe Spielklasse. So war es dem TCO lange nicht möglich, eine Herrenmannschaft auf die Beine zu stellen. Nun gibt es wieder eine - dank der Spielgemeinschaft mit dem TC Neu-Anspach. Die "gemischten" Herren schlagen nun in der Kreisliga B auf. Die Herren 30 treten - gemeinsam mit Spielern des Usinger THC - in der Bezirksoberliga an. Auch im Damen-Bereich gibt es gemischte Mannschaften aus Neu-Anspacher und Obernhainer Spielerinnen. "Es hapert überall. Nur im Bereich zwischen 40 und 60 Jahren sind wir zahlenmäßig stark", sagt Laube. Viele Eltern stiegen nämlich in ihren "40ern" wieder ein. "Es gibt auch immer wieder Neuankömmlinge, die nach Obernhain kommen, unsere schöne Anlage sehen und dann bei uns anfangen."

 

Der TC Obernhain versucht, sowohl den Breiten- als auch den Leistungssportlern gerecht zu werden. "Es sind immer nur maximal zwei bis drei Plätze für die Mannschaftsspieler reserviert. Auf den anderen Plätzen findet Freizeitsport statt", berichtet Laube. Sportlich am höchsten sind die Damen 40 und die Herren 60 unterwegs - beide in der Verbandsliga. Was jedoch nicht bedeute, dass es nur um Sport gehe. "Die Herren 60", so Otte, "sind in unserem Restaurant die besten Kunden".

Herrenteams des TCO Obernhain bilden nun Spielgemeinschaften

 

19.03.2019 Zeitungsartikel Usinger Anzeiger                                     Von sai
 

Der Jugendbereich des Tennis-Clubs Obernhain blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Vor allem die Bildung von Spielgemeinschaften bringen den Club voran.

 
OBERNHAIN - In der Jahreshauptversammlung des TCO (Tennis-Club Obernhain) lag der Fokus auf der Entwicklung des Vereins und seine besonderen Herausforderungen, vor allem in puncto Investitionen für die Tennisanlage (der UA berichtete). Aber auch im sportlichen Bereich und im Jugendbereich gab es Neues zu berichten. Neun Mannschaften und drei Hobbymannschaften waren auf Landes-, Bezirks-und Kreisliga gemeldet, wobei der Aufstieg der Herren 30 besonders zu würdigen sei. Auf der Welle dieses Erfolgs gab es auch gleich eine weitere Erfolgsmeldung: Neu in diesem Jahr sei, dass die Herren 30 eine Männer-Spiel-Gemeinschaft (MSG) mit Usingen bilden und die Herren (endlich!) eine Spielgemeinschaft mit dem TC Neu-Anspach bilden wollen, berichtete Sportwartin Kerstin Laube. Bei den Damen könne 2019 dagegen nur noch eine Mannschaft gemeldet werden.
Dafür entwickelt sich die Jugend sehr gut, wie Jugendwart Dr. Tobias Nägle berichtete. Die Anzahl der jugendlichen Tennisspieler im Club bleibe stabil bei rund 130, davon seien rund 100 Kinder im regelmäßigen Training. Der vor zwei Jahren eingeschlagene Weg bei der Jugendarbeit des TCO werde weitergeführt, zumal sich das Konzept, bei dem sowohl der Breitensport als auch der Leistungssport gefördert werde, bereits bewährt habe. Dazu zählten unter anderem die Vernetzung von Ballschule, Anfängertraining, Aufbautraining und die besondere Förderung des Mannschaftstrainings für Meden-Mannschaftsspieler.
 
"Alle im Jahr 2018 gemeldeten Mannschaften haben die Klasse gehalten, die U 12 m wurde Bezirksmeister und steigt in die höchste Klasse auf", so der Jugendwart. Für diese Leistung werde die Mannschaft bei der Bürgerehrung der Gemeinde gewürdigt. "Yannick und Julius belegen im Team mit zwei Spielerinnen aus dem Hochtaunuskreis Platz 3 bei der Bezirksmeisterschaft der Kreise und 20 Kinder und Jugendliche aus Obernhain nahmen bei den Jugend-Kreismeisterschaften teil, wobei dreimal das Viertelfinale, einmal der 2. Platz, einmal der 3. Platz und einmal der 4. Platz erreicht wurden", gab Nägle einen Überblick über die Erfolge.
 
"Für die kommende Sommersaison sind zwölf Jugendmannschaften und damit vier neue Mannschaften gemeldet", berichtete Nägle. Es gebe Mannschaften in unterschiedlich starken Ligen, mit dem positiven Nebeneffekt, so möglichst vielen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, in einer passenden Mannschaft zu spielen.
Vor allem die Kooperation im Jugendbereich mit dem TC Neu-Anspach sei persönlich für den Vorstand, aber vor allem für die Spieler und die Trainer eine "Erfolgsstory", freute sich auch Vorsitzender Jens-Michael Otte. Mit dem Angebot eines kostenlosen, freien, betreuten Trainings für Nicht-Mannschaftsspieler erreiche man viel mehr Kinder. "Junge Spieler, die am Gruppentraining, aber noch an keinem Mannschaftstraining teilnehmen, sind dazu samstagmittags von 13 bis 14 Uhr in der Tennishalle eingeladen", machte Nägle aufmerksam. (Mehr Infos bei Chiara Stallfort, chiara771@web.de). Das breite Angebot sei aber nur dank der motivierten Betreuer und Trainer möglich, dankte Nägle seinen Mitstreitern, hier insbesondere Rachel Schmitt.

TC Obernhain will für 250 000 Euro Tennisanlage sanieren

 

18.03.2019 Zeitungsartikel Usinger Anzeiger        Von Ingrid Schmah-Albert
 

Offensive auch neben dem Platz: Der TC Obernhain will für 250 000 Euro seine Tennisanlage sanieren. Für den Vorstand gab es von den Mitgliedern viel Lob.

 

Vorsitzender Jens-Michael Otte (rechts) und das neue Vorstandsteam (zweiter Vorsitzender Oliver Wolf hinten, Zweiter von links) ehren Horst Lehmbach (vorne von links), Anna Eleonore Pütz, Gudrun Lehmbach und Karin Terlitzki.               Foto: Schmah-Albert

 
OBERNHAIN - Vor ein paar Jahren, als sich der TCO (Tennisclub Obernhain) vom TVO (Turnverein Obernhain) als dessen Abteilung löste und sich zu einem neuen, eigenständigen Verein entwickelte, schrieb man tiefrote Zahlen und es schien nahezu unmöglich, die riesigen Herausforderungen stemmen, den langen Investitionsstau abarbeiten und die hohen Schulden tilgen zu können. Doch nun hat sich der TCO finanziell nicht nur erholen können, wie die Bilanz belegt, die Kassenwart Maik Stahlfänger bei der Jahreshauptversammlung vorlegte. Der Verein hat auch Großes vor. Für rund eine Viertelmillion Euro soll in zwei Jahren die Komplettsanierung der Tennisanlage gestemmt werden.
Klar ist, dass bereits jetzt Rücklagen dafür gebildet werden müssen. Und wie sich zeigte, ist der TCO dazu auch in der Lage. Und das, obwohl bislang schon sehr viel investiert wurde und weiter investiert werden muss. So wird zu Beginn der Sommerferien die Sanierung der Sanitäranlagen anstehen und mit rund 50 000 Euro veranschlagt. "Wir rechnen mit einigen Zuschüssen, zum Beispiel vom Land Hessen und vom Landessportbund", relativierte Vorsitzender Jens-Michael Otte die Belastung für den Verein. Da es bereits den zweiten Wasserschaden in drei Jahren gab, werde die Versicherung einen kleinen Teil decken. Es wurde aber auch klar, dass hier dringend grundlegend saniert werden muss. Aber auch diese zuvor nicht so geplanten Kosten kann der Verein gut stemmen - das liegt an den Effekten, die durch mehrere Stellschrauben erreicht wurden.
 
 
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Galt die Tennishalle zu TVO-Zeiten lange als finanzieller Klotz am Bein, so hat sich inzwischen das Blatt komplett gewendet und die Hallennutzung bringt durchaus beachtliche Erträge. Dass neben einem hervorragenden Hallenmanagement auch ein bisschen Glück dem Tennisclub in die Karten spielt, dürfte aber auch durchaus als das "Glück der Tüchtigen" gewertet werden, denn wenn das Angebot in Obernhain nicht attraktiv wäre, würde man von den äußeren Umständen auch nicht profitieren können, brachte es Otte auf den Punkt. "Das regionale Tennishallen-Angebot ist zurückgegangen, da eine Halle in Bad Homburg weggefallen ist. Die Auslastung sowohl durch Abos als auch durch Individualbuchungen ist bei uns dadurch auf neuem Höchststand", informierte Otte. Erfreulich sei, dass es mehr kurzfristige Lückennutzungen gebe, besonders am Wochenende. Lediglich die Samstagabende würden nicht so gut gebucht. Hier will der Vorstand ein neues Angebot für kommenden Winter erarbeiten.
Neben verbesserten Einnahmen hat der TCO aber auch stark die Ausgabenseite reduzieren können. "Hier machen sich die getätigten Investitionen positiv bemerkbar", so Otte. So konnte die Bewässerung der sieben Tennisplätze im vergangenen Jahr komplett dank des neu gebohrten Brunnens erfolgen und die Wasserkosten drastisch gesenkt werden. Auch die Umstellung der Hallenbeleuchtung auf LED hatte zu erheblichen Einsparungen geführt, zählte Otte einige Beispiel auf. Die Zinsbelastung der Darlehen konnte ebenfalls gesenkt werden, teils durch Sondertilgungen, teils weil Kredite abgelöst wurden, teils durch Neuverhandlungen mit besseren Konditionen. Kein Wunder also, dass die Mitglieder begeistert von der Arbeit des Vorstandsteams waren und sich sogar neue Vorstandsmitglieder fanden.
 
So wurde die bislang vakante Stelle des zweiten Vorsitzenden mit Oliver Wolf neu besetzt. Julia Neumann übernimmt das Amt der bisherigen Schriftführerin Petra Weidemann-Ghawami und auch für den ausscheidenden Beisitzer Dr. Peter Vorstheim wurde mit Rachel Schmitt eine Nachfolgerin gefunden. "Der Verein ist es wert", begründete Wolf, warum er Verantwortung im Vorstand übernehmen wolle, auch wenn es aufgrund der bevorstehenden Herkulesaufgaben durch die Sanierung der Anlage sicher kein einfacher Job werden wird. Zumindest hat Wolf ein Jahr Zeit, sich einzuarbeiten, denn im kommenden Jahr wird Otte als erster Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehen. Ob sich Wolf als sein Nachfolger empfiehlt, war sogleich Gegenstand von Spekulationen. "Aber das muss sich entwickeln", kommentierte Wolf. Ein Dementi klingt anders.

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